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Der Leitfaden zur Optimierung von Immobilieninseraten in Europa 2026

Ein Immobilieninserat ist keine Beschreibung. Es ist eine Bewerbung bei einem Algorithmus. Jedes europäische Portal bewertet Inserate, bevor ein einziger Interessent sie zu Gesicht bekommt — nach Vollständigkeit, Bildqualität und strukturierten Daten. Die meisten Makler optimieren für den Menschen am anderen Ende. Wer mehr Besichtigungen gewinnt, optimiert zuerst für das Portal. Dieser Artikel behandelt vier der bedeutendsten Immobilienportale in Europa: ImmoScout24, Immoweb, SeLoger und idealista. Was jedes Portal belohnt, was es bestraft — und wie ein gut optimiertes Inserat auf jeder Plattform konkret aussieht.

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10

Min.

Veröffentlicht am

June 29, 2026

Verfasst von

Camille Zimmermann

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Jedes der hier vorgestellten Portale hat eigene Daten dazu veröffentlicht, welche Faktoren die Leistung von Inseraten beeinflussen. Das Ergebnis ist auf allen vier Plattformen gleich: Vollständigkeit schlägt Qualität in der gefilterten Suche. Der Algorithmus bewertet nur, was das Inserat liefert: Fehlt der Grundriss, erscheint es nicht bei Interessenten, die danach filtern; fehlt die virtuelle Besichtigung, gilt dasselbe. Exzellente Fotos bei unvollständigem Inserat verlieren gegen ein mittleres Inserat, das alle Felder ausfüllt. Die folgenden Abschnitte erklären, was «vollständig» auf jeder Plattform wirklich bedeutet.

Wer in der Immobilienbranche in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Belgien oder Spanien tätig ist, kennt eines dieser vier Portale als Hauptschauplatz seiner Mandate: ImmoScout24, Immoweb, SeLoger und idealista. Jedes hat eigene Mechanismen. Alle teilen dasselbe Muster: Die Inserate, die gut ranken und zu Käufen führen, sind nicht unbedingt diejenigen mit den höchsten Budgets. Es sind die, die aus jeder Marketingproduktion das Maximum herausholen.

Backbone produziert professionelle Bildmaterialien, Grundrisse und virtuelle Besichtigungen für Immobilienprofis. Was folgt, basiert auf diesem operativen Know-how und auf den veröffentlichten Daten der Portale selbst.

ImmoScout24: Deutschland, Österreich und die Schweiz

ImmoScout24 ist das größte Immobilienportal im deutschsprachigen Raum. Laut Semrush verzeichnete immobilienscout24.de im März 2026 in Deutschland 49,7 Millionen monatliche Besuche — mehr als doppelt so viele wie der nächste Wettbewerber Immowelt. In der Schweiz ist ImmoScout24.ch Teil der SMG Swiss Marketplace Group und damit eingebunden in das führende Immobilienportal-Netzwerk des Landes.

Beginnen wir mit dem, was ImmoScout24 selbst über das Nutzerverhalten veröffentlicht. Kaufinteressenten verbringen rund 60 % ihrer Gesamtverweildauer mit den Fotos. Die restlichen 40 % verteilen sich auf Beschreibung, Eckdaten und Grundriss. Das Titelbild entscheidet in unter zwei Sekunden, ob jemand klickt oder weiterscrollt. Inserate mit professionellen Fotos erhalten bis zu 40 % mehr Klicks als solche mit Amateuraufnahmen.

Diese Zahlen verändern die Sichtweise auf die technischen Spezifikationen. Pro Inserat sind bis zu 150 Mediendateien zulässig: Fotos, PDFs, Grundrisse und Dokumentenlinks. Videos werden per YouTube-Link eingebunden. Fotos müssen im JPG-, GIF- oder PNG-Format vorliegen, mit einer maximalen Dateigröße von 50 MB. Das Titelbild wird im Querformat 4:3 dargestellt. Hochformatige Fotos werden automatisch zugeschnitten — ein Hochformatbild verliert dadurch relevante Bildbereiche, wenn es nicht vorab angepasst wird.

Die praktische Konsequenz: 150 Medienplätze stehen zur Verfügung, aber 15 sorgfältig ausgewählte Bilder übertreffen konsequent 50 ungleichmäßige. Ein starkes Bild pro Raum, in logischer Abfolge von den Wohnräumen über Außenbereiche bis zum Grundriss, ist der richtige Ansatz. Vollständigkeit wirkt sich auf das Ranking aus — Qualität entscheidet, ob der Klick stattfindet.

Der Grundriss ist im Bereich oberhalb des Einstiegsmarktes keine Option, sondern Pflicht. ImmoScout24 nennt ihn explizit als zentrales Element, das kein professionelles Inserat weglassen sollte. Interessenten nutzen Filter, um Immobilien nach Raumaufteilung zu finden — ein Inserat ohne Grundriss ist für jeden unsichtbar, der diesen Filter gesetzt hat. Ohne Grundriss in den strukturierten Feldern erscheint das Inserat schlichtweg nicht in gefilterten Suchanfragen.

Videos erhalten auf dem Portal eine eigene Platzierung und werden anders indexiert als Fotogalerien. Ein echter Immobilien-Rundgang wird höher eingestuft als ein Picture Clip (ein aus Fotos zusammengestellter Videoclip). ImmoScout24 betrachtet echte Videos als vollständigere Präsentation und bevorzugt es in den Ergebnissen.

Anfang 2026 hat ImmoScout24 eine KI-gestützte Dialogsuche in der Schweiz eingeführt — nach einem früheren Start in Deutschland. Die dialogbasierte Suche verfeinert Anforderungen durch einen interaktiven Austausch statt durch eine einzelne Suchanfrage. Inserate, in denen die Lage, die Objektart und wesentliche Merkmale sowohl in den strukturierten Feldern als auch in der Freitextbeschreibung ausdrücklich genannt werden, tauchen in diesen KI-gesteuerten Ergebnissen häufiger auf. Nichts Neues: Es ist dasselbe, was ein gut formuliertes Inserat schon immer getan hat — jetzt mit deutlich mehr Gewichtung.

Worauf es bei ImmoScout24 ankommt:

  • Titelbild: 4:3 Querformat, hellster und größter Raum, Tageslicht, keine Unordnung
  • Fotos: mindestens 15 für eine professionelle Darstellung, ein starkes Bild pro Raum
  • Grundriss: Pflicht ab dem mittleren Marktsegment, pro Stockwerk, mit Raumbezeichnungen und Maßen
  • Video: echter Immobilien-Rundgang per YouTube-Link — kein Foto-Diashow-Video
  • Strukturierte Felder: alle Ausstattungs- und Merkmalfelder ausfüllen — sie speisen Suchfilter und KI-Ergebnisse
  • Dateiformat: JPG für alle Fotos; Hochformatbilder vor dem Hochladen auf 4:3 zuschneiden

Backbone integriert professionelle Immobilienfotos und Grundrisse direkt in ImmoScout24-Inserate in ganz Deutschland.

Backbone integriert professionelle Immobilienfotos und Grundrisse direkt in ImmoScout24-Inserate in ganz Deutschland.

Immoweb: Belgien

Immoweb ist Belgiens führendes Immobilienportal und erster Anlaufpunkt für die Wohnimmobiliensuche im Land. Im April 2026 verzeichnet immoweb.be 5,75 Millionen monatliche Besuche — mehr als dreimal so viele wie der nächste Wettbewerber Zimmo. Als Teil der AVIV Group betreibt Immoweb seine Plattform auf Französisch, Niederländisch und Englisch — ein Spiegel der sprachlichen Realität Belgiens: Inserate aus Brüssel, der Wallonie und Flandern laufen alle über dieselbe Plattform.

Ein Merkmal, das sofort verstanden werden muss: Immoweb bietet einen dedizierten Filter, mit dem Interessenten ausschließlich nach Inseraten mit virtueller Besichtigung suchen können. Das ist kein Randfeature einer Minderheit. Es ist ein Navigationselement auf der Startseite — was bedeutet, dass ein erheblicher Anteil belgischer Kaufinteressenten die Verfügbarkeit einer virtuellen Besichtigung bereits zum Suchkriterium gemacht hat. Ein Inserat ohne virtuelle Besichtigung ist für jeden unsichtbar, der diesen Filter setzt, bevor er die Galerie erreicht.

Immoweb belohnt Vollständigkeit wie jedes große europäische Portal. Inserate mit vollständigeren Informationen — alle strukturierten Felder, Grundriss, Fotogalerie und virtuelle Besichtigung, wo verfügbar — schneiden in den Suchergebnissen besser ab als unvollständige. Professionellen Maklern bietet die Plattform kostenpflichtige Platzierungsoptionen, doch die Basisqualität eines Standardinserats entscheidet darüber, ob jemand von der Ergebnisseite aus klickt oder weiterschaut.

Belgien hat eine zweisprachige Dynamik, die die Auffindbarkeit von Inseraten direkt beeinflusst. Eine Immobilie in Brüssel erreicht sowohl französischsprachige als auch niederländischsprachige Käufer. Beschreibungen, die wichtige Suchbegriffe in beiden Sprachen enthalten — insbesondere für Ortsbezeichnungen (Bruxelles/Brussel, Anvers/Antwerpen) und Immobilientypen (appartement/appartement, maison/huis) — erzielen bessere Ergebnisse in den gefilterten Suchen beider Sprachgruppen. Eine pragmatische redaktionelle Entscheidung, keine Übersetzungspflicht.

Der Grundriss wird ab dem mittleren Marktsegment erwartet. Belgische Kaufinteressenten nutzen ihn zur Beurteilung der Raumaufteilung — besonders in Brüssel und Antwerpen, wo ein großer Teil der städtischen Immobilien Wohnungen in Altbauten sind, deren Grundriss aus Fotos allein nicht ersichtlich ist. Ein Grundriss mit Raumbezeichnungen und ungefähren Abmessungen reduziert die Hürde zwischen Inseratansicht und Besichtigungsanfrage. Ohne ihn bleibt einem Interessenten, der wissen muss, ob ein zweites Schlafzimmer ein Doppelbett fasst oder ob die Küche auf den Garten führt, nichts anderes übrig, als eine Besichtigung zu buchen — nur um diese Frage zu klären. Grundrisse, die Antworten liefern, konvertieren besser als Inserate, die Fragen aufwerfen.

Worauf es bei Immoweb ankommt:

  • Virtuelle Besichtigung: nach Möglichkeit immer einbinden; Immoweb bietet einen dedizierten Filter, den Interessenten aktiv nutzen
  • Titelbild: stärkster Aspekt der Immobilie, professionell fotografiert, Querformat
  • Fotos: durchgehend professionelle Qualität; ein starkes Bild pro Raum; JPEG-Format
  • Grundriss: ab dem mittleren Segment erwartet; besonders wichtig bei städtischen Wohnungen mit nicht-offensichtlicher Raumaufteilung
  • Zweisprachige Beschreibung: für Brüssel und gemischte Sprachgebiete wichtige Orts- und Immobilientypbegriffe auf Französisch und Niederländisch einfügen
  • Strukturierte Felder: alle Attribute ausfüllen, damit das Inserat in gefilterten Suchen erscheint
  • Buchbare Platzierung: bei kompetitiven Mandaten erwägen; Basisqualität entscheidet weiterhin über die Klickrate
  • Mobiles Produzieren: die Backbone-App erfasst und bearbeitet Fotos per KI direkt vom Smartphone im richtigen Format — entscheidend auf einem Markt, wo Makler zwischen Mandaten schnell wechseln

Backbone liefert professionelle Immobilienvisuals und virtuelle Touren direkt in Immoweb-Inserate in ganz Belgien.

SeLoger: Frankreich

SeLoger ist Frankreichs führendes Portal für professionelle Immobilieninserate. Das Verbundnetzwerk aus SeLoger, Logic-Immo und Meilleurs Agents erreicht rund 9 Millionen französische Nutzer pro Monat (Médiamétrie, Januar 2025). Anders als ImmoScout24 legt SeLoger keine Obergrenze für die Anzahl der hochladbaren Fotos fest. Die Plattform gibt ausdrücklich an, dass Fotos jederzeit und in beliebiger Menge hinzugefügt, geändert oder gelöscht werden können — ohne zusätzliche Kosten.

Diese Freiheit ist ein echter Vorteil, bedeutet aber nicht, dass mehr automatisch besser ist. Ein Inserat mit 50 zufällig ausgewählten Bildern schneidet schlechter ab als eines mit 12 sorgfältig zusammengestellten Bildern. Das Titelbild bleibt das wirkungsvollste Asset des gesamten Inserats. Laut einer Eye-Tracking-Studie der Old Dominion University, die SeLoger in seinem redaktionellen Bereich zitiert, verbringen Kaufinteressenten 60 % ihrer Zeit auf einem Inserat mit den Fotos — verglichen mit nur 20 % für die Beschreibung. Das Titelbild fällt die Klickentscheidung, bevor ein Preis gelesen wurde.

SeLogers eigene Erhebungen aus dem Jahr 2024 zeigen: Inserate mit hochwertigen Visuals verkaufen sich 32 % schneller als solche mit Amateurfotos. Ein Inserat ohne Foto erhält dreimal weniger Klicks als ein angemessen bebildertes. Die ersten drei Sekunden und das erste Bild entscheiden, ob jemand weiterliest oder weiterzieht.

Bei Fotoformaten ist JPEG der Standard auf französischen Portalen. HEIC-Dateien, das Standardformat neuerer iPhones, werden auf den meisten Portalen einschließlich SeLoger abgelehnt oder falsch dargestellt. Jeder Makler oder Fotograf, der mit einem iPhone fotografiert, sollte vor dem Hochladen ins JPEG-Format exportieren. Fotos sollten im Querformat aufgenommen werden, aus Zimmerecken heraus für maximale Raumwirkung, nach Möglichkeit bei Tageslicht.

Der Plattform-Algorithmus begünstigt Inserate, die durch eine Suche auffindbar sind. Konkret: Arrondissement oder Gemeinde namentlich erwähnen, Immobilientyp (appartement, maison, loft) und Schlüsselmerkmale (jardin, parking, terrasse, DPE classe B) im Beschreibungstext erwähnen — nicht nur in den strukturierten Feldern. Inserate, die das tatsächlich gesuchte Vokabular verwenden, erscheinen sowohl in der Portalsuche als auch in KI-gestützten Ergebnissen häufiger.

SeLogers Dashboard liefert Aufrufzahlen, Klickraten und Kontaktdaten pro Inserat. Das periodische Aktualisieren eines Elements — ob Foto, Preisanpassung oder Überarbeitung der Beschreibung — re-indexiert das Inserat und kann Sichtbarkeit wiederherstellen, die im Laufe der Zeit abgenommen hat.

Worauf es bei SeLoger ankommt:

  • Titelbild: das wirkungsvollste Asset. Hellster Raum, Tageslicht, Eckperspektive, Querformat
  • Format: ausschließlich JPEG. Vor dem Hochladen aus HEIC konvertieren
  • Anzahl Fotos: keine Obergrenze, aber Kuration zählt. 12 bis 20 starke Bilder übertreffen 50 ungleichmäßige
  • Beschreibung: das tatsächlich gesuchte Vokabular nutzen (Gemeinde, Immobilientyp, Schlüsselmerkmale) — im Text, nicht nur in strukturierten Feldern
  • Auffrischen: regelmäßig mindestens ein Element aktualisieren, um die Sichtbarkeit im Ranking zu erhalten
  • Reaktionsgeschwindigkeit: Anfragen innerhalb einer Stunde zu beantworten hat nachweislichen Einfluss auf Lead-Qualität und Portalsichtbarkeit

Backbone liefert professionelle Immobilienfotos und KI-optimierte Beschreibungen direkt in SeLoger-Inserate in ganz Frankreich.

idealista: Spanien, Italien und Portugal

idealista ist das führende Wohnimmobilienportal in Spanien, Italien und Portugal. In Spanien allein listet es über 1,5 Millionen Inserate und ist damit die wichtigste Oberfläche für den Großteil der Immobiliensuche in diesen Märkten. Anders als Immoweb, das in Belgien nahezu konkurrenzlos führt, steht idealista in Spanien im Wettbewerb mit Fotocasa und Habitaclia — doch seine Reichweite macht es zum unverzichtbaren Ausgangspunkt für jedes ernsthafte Verkaufsmandat.

idealistas eigene veröffentlichte Empfehlungen sind klar: Das erste Foto ist das Anschreiben des Inserats. Es ist das Erste, was ein Kaufinteressent sieht, und es muss den Klick verdienen. Wenn der Stärkste Aspekt der Immobilie der Garten ist, gehört der Garten auf das Hauptfoto. Bei einer hellen modernen Wohnung ist es das Wohnzimmer oder die Küche. Das Titelbild soll das Besondere der Immobilie zeigen — nicht standardmäßig eine generische Außenansicht.

Bei idealista gilt eine spezifische Regel für Nachbarschafts- und Umgebungsfotos: maximal drei Fotos der näheren Umgebung pro Inserat sind erlaubt. Darüber hinaus werden sie vom Portal automatisch entfernt. Die übrigen Fotoplätze sollten Innenräume und die Immobilie selbst abdecken: jeden Raum, Außenbereiche, besondere Merkmale. Professionelle Fotografie wird in idealistas eigener Dokumentation ausdrücklich empfohlen — aus einem praktischen Grund: Ein professioneller Fotograf weiß, wie er Volumen und Charakter einer Immobilie einfängt, ohne sie falsch darzustellen. Und idealistas eigene Redaktion nennt visuelle Irreführung als einen der häufigsten Inseratefehler.

Bei Video und virtuellen Besichtigungen hat idealista investiert, um die Verfügbarkeit von Touren als sichtbaren Suchfilter zu etablieren. Inserate mit virtuellen Besichtigungen werden Interessenten angezeigt, die diesen Filter aktiviert haben — und der Anteil spanischer und italienischer Nutzer, die nach Touren filtern, wächst seit 2022 kontinuierlich. Matterport- und vergleichbare 3D-Touren sind im oberen Mittelklasse- und Luxussegment der spanischen Küsten- und Stadtmärkte inzwischen Standard.

Auch idealistas Ranking reagiert auf die Vollständigkeit der strukturierten Felder. Fläche, Preis pro Quadratmeter, Energiebewertung und Ausstattungsmerkmale wie Parkplatz, Terrasse oder Abstellraum sollten alle ausgefüllt sein — Kaufinteressenten filtern danach, und unvollständige Inserate werden aus gefilterten Ergebnissen ausgeschlossen.

Worauf es bei idealista ankommt:

  • Titelbild: stärkster Aspekt der Immobilie, professionell fotografiert, gut ausgeleuchtet, realistisch
  • Umgebungsfotos: maximal 3. Mehr löst automatische Entfernung durch das Portal aus
  • Professionelle Fotografie: von idealista ausdrücklich empfohlen — nicht nur Best Practice
  • Virtuelle Besichtigung: ab dem oberen Mittelklassesegment erwartet; Matterport für Premium, leichtere 360°-Lösung für die Mittelklasse
  • Strukturierte Felder: alle Attribute ausfüllen, einschließlich Energiebewertung, Ausstattung und Wohnfläche
  • Beschreibung: Stadtteil, Immobilientyp und Schlüsselmerkmale in einfacher, suchbarer Sprache benennen

Backbone liefert professionelle Immobilienvisuals direkt in Idealista-Inserate in Spanien und Italien.

Was alle vier Portale gemeinsam haben

Vier verschiedene Portale, vier verschiedene Länder, vier verschiedene Ranking-Algorithmen. Wer die offizielle Dokumentation und die veröffentlichten Daten aller vier Plattformen liest, stößt jedes Mal auf dasselbe Muster.

Vollständigkeit gewinnt. Jedes Portal belohnt Inserate, die jeden verfügbaren Platz ausfüllen: Fotos, Grundriss, Video, virtuelle Besichtigung, Merkmalfelder, Beschreibung. Nicht weil Vollständigkeit ästhetisch ist, sondern weil Kaufinteressenten Filter nutzen. Ein Inserat ohne Grundriss ist für jeden unsichtbar, der diesen Filter gesetzt hat. Ein Inserat ohne virtuelle Besichtigung erscheint nicht in den Ergebnissen derer, die danach gefiltert haben. Jedes fehlende Element bedeutet nicht, dass das Inserat unvollständig ist. Es ist ein Inserat, das sich selbst aus einem Teil des Marktes ausgeschlossen hat.

Das erste Bild entscheidet über den Klick. Auf jedem Portal, in jedem Markt ist das Titelbild das einzige Asset, das ein Kaufinteressent sieht, bevor er entscheidet, ob er das Inserat öffnet. Professionelle Fotografie erzeugt konsequent 30 bis 40 % mehr Klicks als Amateurfotos — plattform- und marktübergreifend. Wer an 40 Inseraten vorbeiscrollt, hat pro Inserat rund zwei Sekunden. Entweder sorgt das Titelbild für die nächste Aktion oder eben nicht.

30 bis 40%

mehr Klicks bei professionellen Fotos im Vergleich zu Amateurfotos

2 Sekunden

beträgt die durchschnittliche Verweildauer pro Angebot pro Nutzer

Die Inserate, die sich aufbauen, sind nicht die mit den meisten Assets. Sie sind die, bei denen eine einzige Marketingproduktion alle Flächen abdeckt: Hauptfoto, vollständige Galerie, horizontales Video fürs Portal, vertikaler Schnitt für Social Media, Grundriss und virtuelle Besichtigung. Die zusätzlichen Kosten für die Aufnahme eines Grundrisses bei einem Fotoshooting sind verschwindend gering im Vergleich zu den Inseraten, die wegen des fehlenden Grundrisses nie in gefilterten Suchen auftauchen. Wie unser Artikel über die 5 großen Trends im europäischen Immobilienmarketing darlegt: Das Asset, das 2026 gewinnt, ist das, das einmal produziert und überall eingesetzt wird.

Wie Backbone vollständige Produktionen in allen Märkten abwickelt →

Das am schnellsten veränderte Ranking-Signal 2026

ImmoScout24 hat Anfang 2026 die KI-gestützte Dialogsuche in Deutschland und der Schweiz eingeführt — mit der Möglichkeit für Kaufinteressenten, Anforderungen per interaktivem Dialog zu verfeinern. Die anderen Portale ziehen nach. Die Richtung ist gesetzt.

Was sich dadurch ändert, ist nicht die Qualitätsanforderung. Die war schon immer da. Was sich ändert, ist die Beschreibung. KI-gestützte Suche stellt ihre Ergebnisse aus Inseraten zusammen, die Immobilien in spezifischer, suchbarer Sprache beschreiben. «Zwei-Zimmer-Wohnung mit Terrasse in Ixelles, Energieklasse B» erscheint in einer dialogorientierten KI-Anfrage. «Charmante Wohnung in einem begehrten Viertel» — nicht.

Die Portale verwalten ihr eigenes Schema-Markup. Was Makler kontrollieren können, ist, wie explizit sie ihre Immobilien in jedem Textfeld beschreiben. Das bedeutet: Stadtteil beim Namen nennen. Immobilientyp beim Namen nennen. Schlüsselmerkmale beim Namen nennen. Nicht als Marketing-Statement. Als Information.

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Der Leitfaden zur Optimierung von Immobilieninseraten in Europa 2026

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Fotos sollte ein Immobilieninserat auf europäischen Portalen haben?
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Das hängt vom Portal und der Immobilie ab. ImmoScout24 erlaubt bis zu 150 Mediendateien. SeLoger und Immoweb legen keine feste Obergrenze fest. In der Praxis übertreffen 15 bis 25 hochwertige Bilder konsequent große Galerien mit ungleichmäßiger Qualität. Ein starkes Bild pro Raum, das alle Räume einschließlich der Außenbereiche abdeckt, ist der richtige Rahmen. Das Titelbild ist das einzige Asset, das die Klickrate in den Suchergebnissen bestimmt.

Ist ein Grundriss bei europäischen Immobilieninseraten notwendig?
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Oberhalb des Einstiegssegments auf allen vier Portalen: ja. ImmoScout24 nennt ihn als zentrales Element, das kein professionelles Inserat weglassen sollte. Auf Immoweb erwarten belgische Kaufinteressenten ihn besonders bei städtischen Wohnungen, deren Raumaufteilung aus Fotos nicht hervorgeht. Auf idealista ist er für jedes Inserat im mittleren Segment und darüber erwartet. Er ist das zweitwichtigste Asset nach dem Titelbild — und das am häufigsten fehlende.

Verbessern Videos die Inseratperformance auf europäischen Portalen wirklich?
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Ja, und der Mechanismus ist direkt: Portale reihen Inserate mit echtem Video höher als solche mit Foto-Diashows, die wiederum über Inseraten ohne Video rangieren. ImmoScout24 wendet diese Ranking-Logik explizit an. Auf idealista und Immoweb wird die Verfügbarkeit von Videos und virtueller Besichtigung zunehmend als Suchfilter genutzt. Eine einziges Shooting produziert sowohl das horizontale Portalvideo als auch den vertikalen Social-Schnitt — die Zusatzkosten für Videos beim selben Shooting sind gering verglichen mit seiner Ranking-Wirkung.

Was ist die wichtigste Änderung bei einer Inseratbeschreibung 2026?
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Genauigkeit. Portal-Suchalgorithmen und KI-gestützte Suche belohnen gleichermaßen Beschreibungen, die Stadtteil, Immobilientyp und wesentliche Merkmale in einfacher, suchbarer Sprache nennen. «Zwei-Zimmer-Wohnung, privater Garten, Energieklasse B, Ixelles» erscheint in deutlich mehr Suchen auf Immoweb, der KI-Suche von ImmoScout24 und Perplexity als eine Beschreibung, die als Werbebotschaft formuliert ist. Dialogbasierte KI-Suche innerhalb von Portalen macht das 2026 deutlich maßgeblicher als noch vor einem Jahr.

Gelten dieselben Optimierungsprinzipien auf allen vier Portalen?
Pfeil-Symbol

In der Grundstruktur: ja. Vollständigkeit, professionelle Fotografie, Grundriss und echte Videos liefern auf allen vier bessere Ergebnisse. In der Umsetzung unterscheiden sich die Details: ImmoScout24 erfordert ein Titelbild im 4:3-Format und schneidet Hochformatbilder automatisch zu. SeLoger lehnt HEIC-Dateien ab. Immoweb verfügt über einen dedizierten Filter für virtuelle Besichtigungen, den Kaufinteressenten aktiv nutzen — was die Verfügbarkeit einer Tour dort bedeutsamer macht als auf einigen anderen Portalen. idealista begrenzt Umgebungsfotos auf drei und entfernt den Überschuss automatisch. Die plattformspezifischen Regeln zu kennen vermeidet technische Fehler, die Views kosten, bevor jemand das Inserat überhaupt sieht.

Welches Fotoformat sollte ich für europäische Immobilienportale verwenden?
Pfeil-Symbol

JPEG ist die sichere, universelle Wahl auf allen vier Portalen. HEIC, das Standardformat neuerer iPhones, wird auf den meisten europäischen Portalen einschließlich SeLoger abgelehnt oder falsch dargestellt. Makler, die mit iPhones fotografieren, sollten vor dem Hochladen ins JPEG-Format exportieren. Für ImmoScout24 sollten Titelbilder speziell vor dem Hochladen auf das 4:3-Querformat zugeschnitten werden, um automatisches Zuschneiden durch das Portal zu vermeiden — das andernfalls den oberen und unteren Bildbereich eines Hochformatbilds abschneidet.